Neu: Feeds abonnieren

 
Share this site on social media
Print

Stärkung der Resilienz von kleinen und mittleren Unternehmen in Asien

Die Herausforderung

Die Herausforderung

Extreme Naturereignisse haben in den letzten Jahren zunehmend wirtschaftliche Schäden und Verluste im asiatisch-pazifischen Raum verursacht, von denen der Privatsektor mit am stärksten betroffen war. Die Auswirkungen auf private Unternehmen beschränken sich nicht nur auf Schäden an Grundeigentum, Arbeitsgeräten und Lagerbeständen. Unternehmer haben darüber hinaus mit Umsatzverlusten und steigenden Betriebskosten durch den Geschäftsausfall zu kämpfen. Einbußen am Marktanteil, etwa durch den Wegfall von Kunden und die möglicherweise stark beeinträchtigten Arbeitsbeziehungen mit Lieferanten und Einzelhändlern können auch noch lange nach einem Ereignis die Unternehmen schwächen und möglicherweise zur Geschäftsaufgabe zwingen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind oftmals besonders vulnerabel, da ihre Geschäftsstandorte häufiger in gefährdeten Gebieten liegen und sie bisher nur wenig in den Schutz ihrer Unternehmen und geeignete Business Continuity Management Ansätze investiert haben. In vielen Ländern Südostasiens liegt der Anteil von KMU an der Wirtschaft bei etwa 97 bis 99 Prozent, was deren zentrale Rolle für die nachhaltige Entwicklung der Partnerländer verdeutlicht. Sie bedienen oftmals internationale Lieferketten und ein Großteil ihrer Wirtschaftsleistung hängt von Erlösen aus dem Handel mit Zulieferprodukten ab. Durch die global vernetzten Wirtschaftskreisläufe haben Ausfälle von KMU durch lokale Katastrophen oft Auswirkungen auf Märkte und Unternehmen in anderen Regionen. Die Risiken für die Privatwirtschaft haben somit nicht nur spezifische Auswirkungen für einzelne Unternehmen, Sektoren oder Branchen sondern können durchaus systemische Auswirkungen auf ganze Volkswirtschaften haben.

Nicht zuletzt seit den massiven Überschwemmungen in Thailand in 2011 werden Katastrophenrisiken von internationalen Investoren zunehmend als Standort- und Wettbewerbsfaktor wahrgenommen und fließen teilweise bereits in die Auswahl von Zulieferbetrieben ein. Investitionen in Vorsorge- und Risikomanagementmaßnahmen reduzieren nicht nur die Schäden und Verluste von KMU, sondern tragen auch dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Unser Ziel

Unser Ziel

Das Ziel ist es, durch die Entwicklung eines modularen Lösungsangebots die Resilienz von KMU zu stärken und sowohl ein breites Risikobewusstsein als auch praxisnahe Handlungsleitlinien zu fördern.

Die Module beinhalten:

  1. Identifizierung von Risiken und Beurteilung der spezifischen Anfälligkeit von KMU;
  2. Nachfrageorientierte technische Unterstützung von KMU bei der Priorisierung, Kosten-Nutzen Analyse und Umsetzung von risikoreduzierenden, innerbetrieblichen Maßnahmen;
  3. Unterstützung der Regierung um entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, welche informierte und risikosensible Investitionen von KMU begünstigen; und
  4. Stärkung des Risikobewusstseins im Privatsektor durch die Förderung eines Fachaustauschs auf der regionalen Ebene.
Unser Ansatz

Unser Ansatz

Zusammen mit dem Asian Disaster Preparedness Center (ADPC), der Asian Development Bank (ADB) und den für KMU zuständigen Behörden in den Partnerländern Indonesien, Philippinen, Thailand und Vietnam, werden Länderstudien zur Spezifizierung des Leistungsangebots und zur Erfassung der institutionellen, legislativen und operativen Rahmenbedingungen erarbeitet. Im Vordergrund steht jeweils der Aufbau eines von den zuständigen Regierungsstellen und Wirtschaftsverbänden getragenes „One-Stop-Centre“ für KMU zu allen Fragen des Katastrophenrisikomanagements. Neben der Durchführung von Risikoanalysen zur besseren Einschätzung der Vulnerabilität von KMU werden gemeinsam mit den Unternehmen geeignete Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken, Risikotransfer- und Finanzierungsoptionen sowie Business Continuity Management Ansätze identifiziert. Im Januar 2015 fand in Thailand ein erster Konsultationsworkshop mit Regierungsvertretern aus den Partnerländern Indonesien, Philippinen, Thailand und Vietnam statt, um über den geplanten Lösungsansatz und das weitere Vorgehen zu informieren.

Der hier beschriebene Ansatz basiert auf ein im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in 2011 durchgeführtes Vorhaben zur „Mobilisierung des Privatsektors zur katastrophenpräventiven Anpassung an den Klimawandel“. Dieses hatte zum Ziel, in ausgewählten Partnerländern erste Einschätzungen und Handlungsoptionen für eine bessere katastrophenpräventive Anpassung an den Klimawandel für KMU zu untersuchen. Im Rahmen der GIKRM wurden diese ersten Ergebnisse in 2014 neu aufgegriffen und ein Kooperationsvorhaben zwischen ADPC und ADB entwickelt, welches sich seit Dezember 2014 in der Umsetzung befindet.

Unsere Partner

Unsere Partner

Um den Privatsektor und insbesondere die KMU zu adressieren, wird bei der Entwicklung des Angebots sehr eng mit den nationalen Behörden zur Förderung von KMU, den Handelskammern und Wirtschaftsverbänden sowie mit den entsprechenden staatlichen Akteuren im Katastrophenrisikomanagement zusammengearbeitet.

Lesen Sie hier weiter

Lesen Sie hier weiter

Download: Fallstudie "Innovative Risk Reduction and Management for Business Continuity in Thailand"

Download: Projektbroschüre "Strenghtening Disaster Resilience of SMEs in Asia"

Kontakt

Kontakt